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BornsteinlaufEinmal von Hollstadt an die Ostsee gejoggt
Freitagmorgen um 7 Uhr waren sie gestartet,
hatten zwei Nächte fast nicht geschlafen, nur wenig gegessen und insgesamt etwa 675
Kilometer von Hollstadt an die Ostsee gejoggt. Am Sonntagnachmittag erreichten sie ihr
Ziel in Bornstein (Nähe Eckernförde/Kiel) die elf Männer aus Bundorf,
Frickenhausen, Wülfershausen, Heustreu und Hollstadt. Beim letztjährigen Patenschaftslauf von
Hollstadt ins niederösterreichische Frankenfels wurde die Idee für einen weiteren
mehrtägigen Lauf in diesem Jahr bereits geboren. Das Ziel sollte diesmal in der
entgegengesetzten Richtung liegen. Man suchte sich zunächst Hamburg aus, bis Rupert
Bamberger (Bamberger AG Bundorf) einfiel, dass er von der Tischler-Meisterschule noch
einen Kollegen im hohen Norden kennt: Wolfgang Möller aus Bornstein bei Kiel. Mehrfach
glühten die Telefondrähte, bis das Konzept fest stand und es kein Zurück mehr gab. Die Läufer teilten sich in zwei Teams mit
fünf bzw. sechs Mann auf: Jede Gruppe musste einen Abschnitt von 50 60 Kilometern
bewältigen, bevor die andere an die Reihe kam. Die Läufer einer Mannschaft wechselten
sich jeweils in Staffelform ab. Im Schnitt lief jeder 60 bis 75 Minuten, bevor er
abgelöst wurde, so erreichte man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa zwölf
Kilometern pro Stunde. Die Strecke führte über Meiningen, Eisenach,
Werratalratweg, Göttingen, Hannover, Lüneburg und Neumünster direkt nach Bornstein. Da
man auch nachts lief gab es ab und an Probleme mit der Orientierung. In der ersten Nacht
verlief sich ein Läufer in Göttingen, in der zweiten Nacht suchte man in der Nähe von
Nörten-Hardenberg gut eine Stunde nach einem Kameraden nachdem wegen des einsetzenden
Regens auch die Handys die Funktion versagten. Die Männer trugen es mit Humor. Ein
unheimliches Glücksgefühl kam auf, als die Läufer in Bornstein von den freundlichen
Gastgebern Petra und Wolfgang Möller, deren ganze Familie sowie einiger nachgereister
Läuferfrauen empfangen wurden. Wir fühlen uns alle fit, vielleicht etwas müde klang es
unisono aus dem Läuferkreis. Das Motto des Laufes lautete: Keine Macht den Drogen. Für die
Unterstützung bedankten sich die Sportler bei der Bamberger AG aus Bundorf, der Bäckerei
Roos sowie dem Leichtathletik-Leistungszentrum Rhön-Grabfeld die den Lauf unterstützten.
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